Gemeinsam lernen und im Gespräch bleiben - Impulse fürs Homeschooling

Auf einmal steht alles Kopf. Selbstverständliches gibt es gerade nicht. Normaler Alltag Fehlanzeige.

 

Von den Schülern wird ganz schön viel erwartet. Auf einmal sollen sie zu Hause sich im Selbststudium (was selbst Erwachsenen auch nicht einfach fällt) aneignen können, den Tag planen können und möglichst alles fristgerecht bearbeitet haben. Puh.

 

Von den Eltern wird ganz schön viel erwartet. Sie sollen unterstützen, evtl. Aufgaben gemeinsam erarbeiten, dafür sorgen, dass alle Aufgaben fristgerecht erledigt sind und nebenbei selbst noch arbeiten, sich um alles weitere was so anfällt kümmern. Puh.

 

Von den Lehrern wird ganz schön viel erwartet. Sie sollen nicht zu viel und nicht zu wenig an Aufgaben vermitteln, sie sollen den Lehrplan noch einhalten, sie sollen ihrem eigenen Gefühl vertrauen, sie sollen wissen wie viel Schülern und Eltern zu mutbar ist und alles richtig machen. Puh.

 

Es kann sein, dass viel zu viele Aufgaben von den Lehrern geschickt werden. Alle lernen jetzt dazu. Bleiben Sie mit den Lehrern im Kontakt und geben Sie konstruktiv Rückmeldung, wenn die Aufgabenmenge zu viel ist. Wenn man zum Beispiel beobachtet hat, dass das Kind sich mit den Inhalten beschäftigt hat, kann man guten Gewissens sagen, dass das Kind gelernt und gearbeitet hat. 

 

Sie fragen sich vielleicht wie es weitergehen soll, mit den Lücken und den verbleibenden Wochen bis Schuljahres-Ende. Wie kann und soll das alles jetzt gelingen? Wir können es heute nicht beantworten und auch nicht absehen, was nach der Krise kommt.

 

Aber wir können im Moment versuchen das gemeinsame Lernen so gut es geht beziehungs- und bedürfnisorientiert zu gestalten und annehmen wie es ist, einander zu hören und im Gespräch bleiben.