Lernen ist keine Tätigkeit, sondern ein Prozess

Warum es wichtig ist, diesen Prozess zu betrachten? 

 

Wir müssen nicht lernen zu lernen, denn das findet fortlaufend, täglich und immer wieder statt. Wir können es gar nicht aufhalten, nur manchmal merken wir nicht, dass wir bereits wieder etwas Neues gelernt haben. Im hektischen Alltag geht das gerne unter.

 

Statt inne zuhalten und unsere Lernerfahrungen zu betrachten suchen wir gerne nach neuen Lernmethoden, noch besseren Strategien um besser, schneller und effektiver lernen oder arbeiten zu können. Dabei stecken in uns bereits so viele Antworten, Lösungen und Ressourcen. Wir schenken Ihnen nur leider oft zu wenig Beachtung.

 

Wenn wir Lernen als stetigen Prozess betrachten und uns mehr Zeit nehmen, ihn mit Höhen und Tiefen, mit Rückschlägen und Erfolgen mit Unsicherheiten und Entdeckerfreude zu betrachten und anzunehmen, dann fällt es uns leichter, zukünftige Lernprozesse zu gestalten, anzupassen und zu verändern.

 

Unsere Lernwege sind so individuell wie jeder Einzelne. Es ist zwar ebenfalls wichtig, Methoden und Strategien für das inbesondere schulische/formale Lernen zu wissen, zu kennen und auch anzuwenden, aber es kann sein, dass jedes Fach, jedes Thema, jede Situation etwas anders benötigt, da die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen andere sind.

 

Deshalb ist es so wichtig, dass wir zurückschauen auf unsere Lernerfahrungen. Insbesondere „Fehler“ oder „schlechte Noten“ sind hier ein Korb voller neuer Möglichkeiten und Ansätze, beim nächsten Mal anders an ein Thema heranzugehen.

 

Es hilft die Lernerfahrungen zu notieren und genau zu betrachten, um damit unsere Lernprozesse zu verändern.

 

Unterstützende Fragen können sein:

 

- Was hat gut geklappt?

- Was hat mich motiviert?

- Unter welchen Bedingungen fällt mir das Lernen leichter?

- Was hab ich dieses Mal anders gemacht?

- Wie waren die Bedingungen?

- Was hat mich verunsichert?

- Was hätte ich anders machen können?

- Was möchte ich nächstes Mal ausprobieren?