• Kathrin Reimers

Fokus-Thema im Oktober/November: Entdecke deine Ressourcen und Stärken



Fühlst du dich gerade ausgelaugt, angestrengt oder überfordert?

Möchtest du etwas in deinem Alltag verändern?

Stehst du vor einer größeren Herausforderung und weißt nicht, wie du sie angehen sollst?



Dann lehne dich einen Moment zurück und nimm dir Zeit, dich mit deinen persönlichen Ressourcen und Stärken auseinanderzusetzen.


Darum geht es in diesem Artikel:


1. Was sind eigentlich Ressourcen?

2. Warum es sich lohnt sich mit seinen Ressourcen zu beschäftigen?

3. Impulsfragen für den Alltag

4. Wie du mit mir tiefer in das Thema einsteigen kannst

1. Was sind eigentlich Ressourcen?


Ressourcen sind Potenziale und Faktoren, die Menschen zur Verfügung haben, um Belastungen zu ertragen, Herausforderungen zu bewältigen, Aufgaben anzupacken und Ziele zu erreichen, die eigene Gesundheit zu pflegen, das Wohlbefinden zu fördern und die Selbstwirksamkeit zu stärken (vgl. Gruber, S.11).


Häufig sind uns unsere Ressourcen allerdings gar nicht bewusst bzw. erkennen wir erst nach einer schwierigen Phase, nach einem einschneidenden Erlebnis oder auch nach einer anstrengenden Prüfungsphase, was wir geleistet haben und welche Eigenschaften und Fähigkeiten uns durch diese Zeit gebracht haben.


Ressourcen müssen nicht nur auf die eigene Person bezogen sein. Ressourcen können auch Menschen in deinem Umfeld sein, materielle oder wirtschaftliche Faktoren, intellektuelle Fähigkeiten, aber auch emotionale Faktoren, wie Bedürfnisse, Wünsche und Ideale (vgl. Hardeland 2014).


Ressourcen geben uns Kraft und lassen uns handlungsfähig bleiben.



Die Verschiedenartigkeit unserer Ressourcen zeigt unsere Individualität mit unseren individuellen Begabungen, Vorlieben oder Stärken.


Wir können eine einfache Unterscheidung treffen zwischen inneren und äußeren Ressourcen (vgl. Gruber, S.207).


Zu den inneren Ressourcen zählen beispielsweise:

Charaktereigenschaften (Empathie, Neugierde, Offenheit für Neues), Talente und Neigungen (Musikalisch, Sportlich), Intelligenz, Wissen, Sprachkenntnisse, Prägungen, Kompetenzen, Fähigkeiten usw.


Äußere Ressourcen können sein:

Familie, Geld, Auto, Haus, Wohnung, Anerkennung und Wertschätzung von anderen, Beruf, Bücher, Hobbies usw.


Wir können Ressourcen auch einteilen in (vgl. Hanna Hardeland):

Materielle/wirtschaftliche Faktoren: Finanzen, Räumlichkeiten, Hilfsmittel/ Ausstattung wie Computer und Bücher

Intellektuelle Fähigkeiten: Kenntnisse, Vorwissen, Erfahrungen und Erinnerungen

Emotionale Faktoren: Bedürfnisse, Wünsche, Ideale

Soziale Kontakte: Zugehörigkeiten, Beziehungen, Allianzen, persönliche Rollenklarheit

Persönliche Eigenschaften: Humor, Hilfsbereitschaft, Ausdauer, Gewohnheiten, Motive, Glaubenssätze, Ziele


Wir können außerdem unterscheiden in Ressourcen, welche unmittelbar zur Verfügung stehen bzw. auf welche wir direkten Zugriff haben.

Um Entwicklung und Veränderung in Gang zu bringen, sind insbesondere, vielleicht auch brachliegenden, in Vergessenheit geratenen Ressourcen oder auch unbewussten Ressourcen wertvoll.


2. Warum es sich lohnt sich mit seinen Ressourcen zu beschäftigen?

Es lohnt sich aus mehreren Blickwinkeln, sich mit den eigenen Ressourcen und Stärken zu beschäftigen.

Ressourcenarbeit kann präventiv wirken, um mit zukünftigen Herausforderungen besser umzugehen und handlungsfähig zu bleiben in schwierigen Situationen.

Wenn wir uns mit unseren Ressourcen beschäftigen, führt dies zu selbst aufwertenden Wahrnehmungen und ermöglicht es uns, uns von einer positiven Seite sehen zu können.

Gleichzeitig erweitert sich durch das Erleben positiver Emotionen oder Rückmeldungen unser Denk- und Handlungsrepertoire, wodurch wir an Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit gewinnen (vgl. Knörzer et. al 2011). Dadurch wächst das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten („Ich weiß was ich kann), aber auch das Selbstwertgefühl („Ich bin als Mensch wertvoll“).

Sich selbst und den eigenen Ressourcen positiv gegenüber zu stehen, ist eine wichtige Voraussetzung für Lernen und persönliche Entwicklung. Denn die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu kennen, hilft uns auch in Phasen die nicht so gut laufen, herausfordernd sind, uns zweifeln lassen besser durchzustehen, mit Rückschlägen, Ängsten oder Stress besser umgehen zu können (vgl. Komarek, 2014).


Je mehr wir unsere Ressourcen betrachten und in „sicheren“ Situationen anschauen, herausarbeiten und thematisieren, umso schneller können wir in stressigen oder herausfordernden Situationen darauf zurückgreifen.




Durch die positiven Erfahrungen und je mehr wir uns außerhalb von schwierigen Situationen/ Krisen mit unseren Ressourcen auseinandersetzen, desto mehr entstehen neue Gedächtnisnetzwerke und Verhaltensmuster.

In einem ruhigen emotionalen Zustand gelingt es um am besten neues zu lernen und im Gedächtnis zu verankern.


Ressourcen sind aber auch gleichzeitig unser Handwerkszeug und Material für die Veränderungsarbeit. Sie ermöglichen uns, Entwicklung und Veränderung (vgl. Hanna Hardeland).

Wenn wir uns beispielsweise neue Ziele setzen, etwas neues lernen möchten, aber insbesondere auch, wenn wir unsere Gewohnheiten und unser Verhalten im Alltag verändern möchten (zum Beispiel den Schweinehund bekämpfen, wie „Ab morgen mache ich Sport“, ist es hilfreich zu betrachten, welche unserer Ressourcen uns auf dem Weg der Veränderung und hin zu unseren Zielen unterstützen können.

Die eigene Anerkennung für Anstrengungen und Fähigkeiten wirkt sich positiv auf unser Selbstbewusstsein und unsere Veränderungsbereitschaft aus. Gleichzeitig wirken Mut, Optimismus, Selbstvertrauen, Lust, Neugier, Interesse unterstützen wie eine Art Katalysator.

3. Impulsfragen für den Alltag

Bewusster unsere Erfahrungen, Erlebnisse, Menschen in unserem Umfeld und unseren Alltag anzuschauen, kann ein erster Schritt sein mehr über sich zu erfahren.


Viele unserer Ressourcen betrachten wir als so selbstverständlich, dass sie uns gar nicht auffallen oder wir sie nicht als eine solche bezeichnen würden. Ebenso merken wir meist erst nach einer anstrengenden Phase, was uns in dieser Zeit geholfen, gestärkt oder zum Erfolg verholfen hat.

Ein Beispiel: Eine Ressource kann auch sein, wie wir etwas sagen, wie wir Probleme betrachten und lösen, wie wir auf andere Menschen zu gehen usw.


Zum Abschluss dieses Artikels möchte ich dir ein paar erste ressourcenorientierte Fragen mitgeben, die sich auf deinen Alltag beziehen:

  • Was ist mir heute gut gelungen und wie?

  • Was macht mir im Moment besonders viel Freude und warum?

  • Welche Menschen sind mir wichtig und wie unterstützen sie mich?

  • Was hätte mir geholfen mit der Situation anders umzugehen?

4. Wie du mit mir tiefer in das Thema einsteigen kannst

Du bist jetzt neugierig geworden und möchtest selbst aktiv werden?

Schau auf meinen Social-Media Kanälen vorbei, dort bekommst du kleine Impulse zum Thema Ressourcen und Stärken.


Du möchtest mehr?

Wenn du mit mir gemeinsam deine Stärken und Ressourcen herausarbeiten möchtest, gibt es diesen Monat folgendes Angebot (dieses Angebot ist begrenzt verfügbar)

Unter meiner Seite Buchungen findest du meine aktuellen themenspezifischen Angebote im Oktober und November.


Ich freue mich von dir zu hören!



Quellen in diesem Artikel:

*Hardeland, Hanna: Lernende in ihrem Lernprozess wirksam begleiten und unterstützen.

*Gruber, Tina: Ressourcenaktivierung. Beltz Verlag.

*Komarek, Iris: Ich lern einfach: Einfaches, effektives und erfolgreiches Lernen mit NLP. Südwest.

* Diese Links sind Affiliate Links.

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